Theater und Tanz als Dialog-und Empathieraum
“Mich interessieren strukturell in der Gesellschaft verankerte Ungleichheiten, die vorwiegend Frauen* und Menschen of Colour betreffen. Welchen Impact haben Gewalt, Exklusion und Marginalisierung auf ihren Alltag? Hierfür erforsche ich im Wechselspiel von privat und politisch ästhetische Positionen mit zeitgenössischen Mitteln der Performing Arts.” Ulrike Düregger
Ulrike Düregger & Compagnie ist ein wechselndes Kollektiv an BPoC und weißen Künstler*innen. Es geht um die Themen weibliche Flucht, weibliche Wut, Ressourcen-Ungerechtigkeit, Rassismus und Traumata. Bisherige Produktionen waren häufig interdisziplinär und mehrsprachig sowie als site specific konzipiert. Der Text entspringt keiner klassischen Vorlage, sondern entsteht häufig kollektiv mit dem Team aus einer Rechereche zum jeweiligen Thema oder in Form einer Adaption.
Ulrike Düregger schreibt, spielt und führt Regie im Kollektiv.
Die Tanz-/Theaterproduktionen werden in der freien Szene Berlins und als Gastspiele in West-Afrika, Jordanien, Algerien udn Kurdistan-Irak aufgeführt.
Unsichtbare Realitäten
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Wessen Wasser? | 2025
In der vierten ästhetischen Auseinandersetzung mit der kulturellen und politischen Bedeutung von Wasser war das Setting die Stunde vor einer fiktiven Wasserkonferenz. Der Moment, wenn Mikros vermeintlich aus sind. Die Figuren, die unter der Vorgabe der Frage: “Ist Wasser ein Menschenrecht?” gemeinsam entwickelt wurden, waren vier Expertinnen.
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Female Refugees Warten auf Go.Dot | 2018 + 2026
Die Stückentwicklung wurde inspiriert vom Text von Beckett und basiert auf Notizen von Gesprächen mit “NeuBerlinerinnen”. Die Arbeit wirft die Frage auf: Wie erleben Frauen Flucht? Acht Monate lang wurden weibliche Geflüchtete von drei Schauspielerinnen der Compagnie in ihrer Unterkunft besucht. Die Frauen gaben die Zustimmung zur Dramatisierung ihrer persönlichen Fluchtgeschichten, ohne dass konkrete Bezüge genannt wurden.
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Das Gespenst Rassismu | 2025
Die Autorinnen bündeln ihre jeweiligen biografischen Erfahrungen und bringen diese kritisch und künstlerisch zum Ausdruck. Es geht im Text um lebensnahe Situationen und wie Diskriminierung sich bemerkbar macht. Das Ziel ist, dass vor allem junges Publikum einen Einblick in das Thema Rassismus erhält, um empathisch zu sein. Trotz des ernsten Anliegens sollen Magie des Theaters, die Kraft der Poesie und sogar Humor nicht fehlen.
werden zum Leuchten gebracht
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LIQUID MOVEMENTS | 2023
Der Klang der eindrücklichen Worte der Klima-Aktivistin E. Wathuti aus Kenia eröffnet das Geschehen. Ihr Appell „Open your hearts and then act“ bei der COP 26 war der Ausgangspunkt der inhaltlichen Entwicklung des Tanztheaterstücks. Die ästhetische Arbeit bewegt sich erneut an der Schnittstelle von Performance, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit und erkundet mit Objekten die kulturelle und politische Bedeutung von Wasser.
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Liquid Rituals | 2022
Our future is our now!” is a response of many climate activists of color to the predominately white fridays for future movement. Sustainablity from a diverse perspective. The main focus is the daily use of water and it’s meaning. What does access to water tell us about our culture globally? And how political is it to be able to wash your hands or take a shower daily?
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Zur Seite treten | 2021
Wut, die, weiblich. 2021 immer noch ein verpöntes Gefühl – negiert auf der Bühne als auch im Leben. Dürfen Frauen* in ihrem Ausdruck weiter als bis zu einem nagellackverzierten Stinkefinger gehen?
Das divers-feministische Kollektiv erforschte über sieben Monate lang autarke weibliche Wut ausgelöst durch männlich konnotiertes Verhalten. Als Referenzpunkt ist der urbane Raum gesetzt.