Kunst ist politisch
Art is political
Kunst ist politisch Art is political
Wir sind ein Verbund nationaler und internationaler BiPoC und weißer Künstler*innen und Referent*innen und uns eint das Ziel, pluralistisch zu denken und künstlerisch-aktiv zu handeln. Unseren Sitz haben wir im Nord-Osten Berlins, in Prenzlauer Berg (Pankow).
Die Gründung des Vereins basiert auf der Initiative von diversen Elterteilen zur Förderung Schwarzer deutscher Identität ihrer Kinder. Das erste Projekt war das Format Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin, später umbenannt in Afro-Deutsche Ateliers. Es lief monatlich von 2005 bis 2022.
Wir sprechen als Organisation weder für noch über marginalisierte Menschen, sondern wir sprechen gemeinsam und miteinander, vor allem um zu lernen. Wir sehen uns als Teil einer Zukunfts-Community, die Raum schafft. Raum für Kunst & Kultur, für qualitativ hochwertige Projekte in Erziehung und Bildung. Eine Allianz, die Orte kreiiert für gesellschaftlich wichtige Themen, die einen offenen und konstruktiv-kritischen Austausch pflegt und inklusive Vernetzung fordert und sie auch selbst lebt. Dies realisieren wir in Theater- und Tanzproduktionen, in Projekten der Kulturellen Bildung und mit politischen Veranstaltungen wie Fachforen und Dialog-Formaten, die wir initiieren oder uns an ihnen beteiligen. Unsere Leitungsteams sind stets und von Beginn an divers, um multi-perspektivisch zu arbeiten. Die Handlungsweise ist von einem intersektionalen Ansatz und von Sprach- und Diskriminierungssensibilität, Kreativität, Dialog und Empathie geprägt.
Motto: empowernd kreativ
Wie wir Diversität verstehen: wir erkennen vielfältige Differenzierungen, sichtbare und unsichtbare, innerhalb von Differenzkategorien an, ohne sie zu egalisieren. Wir haben gelernt und erkennen an, dass es Unterschiede von Diskriminierungsarten, vor allem in der Auswirkung, gibt. Wir streben eine Vermeidung des Besonderen oder “othering” von Menschen mit Migrationsrealität an.
Grundsätzlich ist für uns Rassismus und jede andere Form der Diskriminierung eine Form von Gewalt. Gewalt und jede Art von Diskriminierung lehnen wir ab. Wir erkennen an, dass viele Begriffe sogenannte Behelfsbegriffe sind und für unsere Arbeit notwendig sind. Sie sind kein Mittel, um Menschen zu klassifizieren, sondern um Zustände zu benennen und somit Herausforderungen zu bewältigen.
Wir würden uns eher zum gemäßigten Spektrum zählen. Das heißt, wir sind Realos, keine Fundis. Dies bezieht sich aber eher auf Methoden der Umsetzung, nicht auf Forderungen im Sinne der Gleichbehandlung oder Überwindung von bestehenden Machtstrukturen. Wir akzeptieren jegliche Form von Weltanschauung, Familienkonstellation, politischer Gesinnung und religiöser (Nicht-) Überzeugung, solange sie keine Menschengruppen per se bevorzugt oder benachteiligt. (Exklusivität).
Wir finden Einigung spannender als Teilung. Wir lieben den Austausch und freuen uns auf dich, ob als Künstler*in, Teilnehmer*in, Follower, Freund*in oder Publikum.
Bildung ist politisch
Education is political
Bildung ist politisch Education is political
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Die Auseinandersetzung mit Themen ist bei uns immer eine machtkritische. Wir hinterfragen, warum Zustände so sind, wie sie sind, welche historischen Bezüge dazu führten, wer davon profitiert und wer darunter leidet. Mit Kunst haben wir eine eigene Stimme, um dies auszuhandeln und öffentlich zu diskutueren.
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Wir halten wenig von elitärem und exklusivem Denken und Handeln. Kunst entsteht nicht durch Einzelne oder “Genies”, sondern immer im Dialog mit anderen, mit Akteur*innen, Publikum und Besucher*innen.
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Statt kompetitiv arbeiten wir als Gruppe, auch wenn es immer wieder in wechselnden Zusammensetzungen ist, mit einem starken Sinn für Gemeinschaft. Gemeinsames kreieren und experimentieren schafft mehr als nur die Summe jeder einzelnen Person. Es entsteht etwas Neuartiges.
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Anerkennung ist wichtig für jeden Menschen. Das wird zum einen unterschätzt und zum anderen in unserer Gesellschaft absichtlich vernachlässigt. Wir richten unseren Blick auf das das, was möglich ist, was gut ist, was gelingt und nicht das, was fehlt.
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Wir glauben daran, dass Kunst die Realität verändern kann und dass qualitativ hochwertige Projekte mit Kindern und Jugendlichen ihr Leben bereichern. Daher haben wir an uns selbst hohe Ansprüche mit der Arbeit, die wir konzipieren und umsetzen.
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In Projekten müssen Menschen mit diversen Backgrounds, Erfahrungen und Positionierungen zu Wort kommen. Nur so kann tatsächlich eine Realität abgebildet werden, die zeitgenössisch ist.
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Sich selbst und andere immer wieder kritisch zu hinterfragen ist wichtig. Und ebenso ist eine tatsächliche Offenheit, keine “passive Offenheit” für die Zukunft wichtig, um Gewalt und Diskriminierung zu überwinden.