Unser Team
-
Vorstandsvorsitzende
Ulrike Düregger, geboren im Dezember 1972 in Graz und aufgewachsen in Neumarkt/Stmk, ist eine österreichische Wahl-Berlinerin und arbeitet als Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin und Aktivistin.
Düregger verbindet in ihren Projekten häufig Kunst und Aktivismus. Mit Ulrike Düregger & Compagnie, einem wechselnden Kollektiv an BiPoC und weißen Performing Artists, ist die Künstlerin seit 2010 hauptsächlich in der freien Theaterszene Berlins tätig, realisierte aber auch Projekte in West- und Nord-Afrika sowie in arabischen Ländern. Themen ihrer feministisch geprägten ästhetischen Arbeit umfassen Gewalt, Flucht, Trauma und Nachhaltigkeit. Sie verfasst eigene Texte und Adaptionen, konzipiert, spielt und führt Regie. Letzteres hat sie sich autodidaktisch beigebracht. Düregger begann ihre Schauspiel-Ausbildung 1992 am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien und setzte sie nach ihrem Umzug in Berlin in Privatunterricht fort. 1998 erhielt sie den Abschluss durch die Paritätische Bühnenreife in Wien.
Arbeitsweise
In ihrer Compagnie setzt sie thematische Rahmen für Stückentwicklungen und lädt Kolleg*innen ein, eigene Beiträge dazu autark zu entwerfen. Es entstehen auch Solo-Produktionen der Künstlerin. Theater begreift sie als einen multi-perspektivischen Dialog-Raum, um sich mit dem Publikum über genderspezifische und machtkritische Fragestellungen wie Gewalt und Ungerechtigkeit zu verbinden. Häufig werden ihre Produktionen als site specific mit zeitgenössischen Mitteln des modernen Sprechtheaters, welches auch Tanz und die Verwendung von Foto- und Filmmedien beinhaltet, realisiert.
Produktionen
2026 kommt die ProduktionFemale Refugees Warten auf Go.Dot in den Uferstudios zur Wiederaufnahme. Die freie Text-Adaption, die mit Erfahrungen von geflüchteten Frauen angereichert wurde, entstand 2018.
2024/25 entwickelte und verfasste Düregger zusammen mit der Schauspiel-Kollegin Andrea Magogi Förster das Theaterstück Das Gespenst Rassismu für Kinder ab 7 Jahren. Seither wird es als szenische Lesung u.a. im Museum Folkwang in Essen sowie in der Alten Feuerwache in Berlin auf die Bühne gebracht. Dies ist das erste Kindertheaterstück der Künstlerin.
2025 realisierte sie ihre bislang vierte Tanz- und Theaterarbeit zur kulturellen und politischen Bedeutung von Wasser, womit sie sich seit 2018 auseinandersetzt. Wessen Wasser? wurde im September 2025 in der Spore Initiative uraufgeführt und erhielt eine Einladung zum Internationalen Frauen*Theater Festival, IF*TF, in Frankfurt/Main. 2023 entstand LIQUID MOVEMEMNTS und wurde in der Alten Münze und der floating university, beide Berlin, gezeigt. 2018 und 2019 fand ein internationaler Austausch mit dem Senegal statt, das Ergebnis war eine Musik-Tanz-Theater-Performance, die in der Stadt Louga und im TAK in Berlin aufgeführt wurde.
2021 begann die Künstlerin, sich performativ mit dem Thema weibliche Wut zu beschäftigen und realisierte die FemWut-Recherche Zur Seite treten. Die Arbeitsergebnisse wurden site specific auf dem Vorplatz des Hauses am Bethaniendamm präsentiert.
Seit 2024 leitet sie als Sängerin einen Kiez-Chor mit Bewohner*innen aus Neukölln und arbeitet laufend an eigenen Songs. 2022 veröffentlichte sie ihre erste, eigene CD mit dem Titel POSTTRAUM(A). Sie verarbeitet hier musikalisch Kindheitserinnerungen und Trauma-Erfahrungen und singt vorwiegend auf Steirisch, dem Dialekt ihres Heimat-Bundeslandes in Österreich. Das Album wird einem Crossover aus Jazz, Folk und Pop zugeordnet. Sie ist sowohl als Texterin als auch als Komponistin tätig.
Kulturelle Bildung
Düregger ist seit 2012 in der Kulturellen Bildung tätig und arbeitet vorwiegend mit migrantisierten Kindern in multi-ethnisch geprägten Orten Berlins. Sie war ehrenamtliches Jury-Mitglied beim Programm „tanz + theater machen stark“ des Bundesverband Freie Darstellende Künste, BFDK e.V. und ist laufend Sprecherin auf Fachforen, wie 2025 bei der Akademie für Kulturelle Bildung Remscheid und beim LAFT Berlin zu den Bereichen Vielfalt und Chancengleichheit.
Ulrike Düregger erhielt 2011 beim Internationalen Theaterfestival in Algier den Publikumspreis für ihre Solo-Adaption von „Der Tod und das Mädchen“.
Total Plural e.V.
2009 gründete Ulrike Düregger den Verein Total Plural, der Kunst und Bildung mit dem Gedanken des Pluralismus fördert und dessen Hauptziel der Abbau von Diskriminierung mittels künstlerischer Arbeit ist. Seitdem leitet sie den Verein, der auch der Träger ihrer Theaterproduktionen ist.
Anti-Diskriminierungsarbeit
Sie ist seit vielen Jahren in zahlreichen Anti-Diskriminierungsprojekten aktiv. Als 2000 ihre Schwarze Tochter geboren wurde, lenkte sie ihr Engagement in den Bereich Empowerment von BIPOC Kindern in Berlin. Von 2005 -2021 initiierte und leitete sie das monatliche Format „Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin“, später umbenannt in „Afro-Deutsche Ateliers“. 2012 erhielt das Projekt den Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz, gegen Rassismus und Diskriminierung“ durch die Bundeszentrale für Politische Bildung. Sie äußert sich regelmäßig zum Thema Pluralismus und Anti-Rassismus in Medien wie NZZ, DW und Tagesspiegel und berät Schulen im Bereich Anti-Diskriminierung.
Die Künstlerin ist mit ihrer Compagnie Mitglied im Internationalen Theaterinstitut Deutschland, ITI Germany.
Fotos: Sanipt Palakkal
-
Vize-Vorsitzende
Studentin der Kulturwissenschaften in Leipzig, aktiv mit LIAA, ein Verein zur Umsetzung einer community library.
Künstler*innen / Artists
-

Andrea Magogi Förster
Schauspiel, Medienwissenschaften und Afrikanistik
Foto: Sanipt Palakkal
-

Mira Sanjana Sharma
-
SueKi Yee
Tanz, Choreografie
Foto: Suffian Ariff
Instagram: suekinotsukie
-
Maria Karamoutsiou
-
Sanipt Sathyan Palakkal
-

Ipek Erdöl
Grafik-Design
OPEN CALL - Mai 2026:
Performer*innen für Tanz/Theaterproduktionen +
für Projekte der Kulturellen Bildung
“Wir wünschen uns Bewerbungen von Menschen, die einer marginalisierten Gruppe angehören.” Das ist nicht nur ein Spruch, sondern das setzen wir tatsächlich um. Bitte schau auf unsere Projekte ; )
Wir suchen regelmäßig BiPoC FLINTA-Performer*innen für zukünftige Tanz/Theaterproduktionen und für Projekte der Kulturellen Bildung in Kooperation mit Schulen. Für Letzteres müssen kreativ-pädagogische Erfahrungen vorhanden sein.
Bewerbungen: Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte an info [at] totalplural.de, Ulrike Düregger
Stand: Berlin, 16.05.2026
Weitere Künstlerinnen und Referentinnen, die mit uns über die letzten Jahre zusammengearbeitet haben:
• Harjyot Khalsa • Alex Correia Oliveira • Théa Haug • Manwinder Dhanjal • Aline Amélie Bonvin • Ibrahim Waliu • Lena Luvia Mehta • Ulla Pfund • Agnes Duda • Lars Lennertz • Regina Damala • Alwine Klootz • Michael Kaddu • Naomi Barki • Ana Kavalis • Razan Nassreddine • Nina Lacin • Christian Piel • Nina Rühmeier • Onur Kirmaz • Gordon Odametey • Bassirou Sarr • Barbara Rodriguez Cobos • Jota Ramos • Mateus Tesson • Edem Meier Akakpo • Nadine da Cruz Oliveira • Aaron Abu Toboul • Gülcan Cerdik • Philipp Jeske • Nina Dohle • Denis Faneites • Jarita Freydank • Wilfried N’Sondé • Khalifa Fall • Bamba Fall • Malcom Peters • Chaska Stern • Franziska Thomas • Ana Dias • Anastacia Nganga • Samira Fansa • Jan Engelhardt • Martin Peter • Nadja Herzog • Rachelle Jeanty • Alina Bong • David Dibiah • Dr. Nkechi Madubuko • Bianca Monroy • Milena Abramian • Halah Al Hayek • Farida Murr