Female Refugees Warten auf Go.Dot
„50 Prozent aller Geflüchteten weltweit sind weiblich!“
Ein täglicher Loop aus absurden Koch- und Kleidungsritualen, manchmal kurz unterbrochen von schmerzlichen Erinnerungen, von Angst und von Hoffnung. So fühlt sich, laut Aussage weiblicher Geflüchteter, der zum Teil jahrelange Ankommens-Struggle an. Dies fasst die Performance ein.
Die Stückentwicklung wurde inspiriert vom Text von Beckett und basiert auf Notizen von Gesprächen mit “NeuBerlinerinnen”. Wie erleben Frauen Flucht? Acht Monate lang wurden weibliche Geflüchtete von drei Schauspielerinnen der Compagnie in ihrer Unterkunft besucht. Die Frauen gaben die Zustimmung zur Dramatisierung ihrer persönlichen Fluchtgeschichten, ohne dass konkrete Bezüge genannt wurden.
Es entstand ein Theaterstück unter genderspezifischem Blickwinkel, das sprachlich an Beckett erinnert, aber einen eigenständigen Text, entworfen von Ulrike Düregger, darstellt. Das Original „Warten auf Godot“ war im arabisch-sprachigen Theaterraum sehr bekannt und es waren 2016, als die Produktion entstand, u. a. die Länder Syrien und Irak, aus dem die weiblichen Frauen stammten, die besucht wurden. Auch sie kannten das Stück.
2026 gibt es eine Wiederaufnahme der Produktion unter dem Titel: “10 Jahre Fluchtsommer, was folgt?”
Unterstützt durch Terre des Femmes www.frauenrechte.de
22.-24.06.2018; 22., 23.02. 2019
Acker Stadt Palast, Berlin
Team:
Konzept, Regie, Textfassung: Ulrike Düregger Schauspiel: Gülcan Cerdik, Ulrike Düregger, Nadine da Cruz Oliveira
Bühne und Kostüm: Compagnie
Beratung Kostüm: Silvia Albarella
Bewegungscoach: Marcelo Omine
Produktionsfotos: Philipp Jeske
Licht und Ton: Marcelo Schmittner